Wie werde ich Schwester?

 

Der Weg in die Gemeinschaft

 
Klärung der Berufung

Man achte genau darauf,
ob der Novize wirklich Gott sucht,
ob er Eifer hat für den Gottesdienst,
ob er bereit ist zu gehorchen,
und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen.

(Benediktsregel 58,7)

Dem Eintritt geht ein mehr oder weniger langer Weg der Entscheidungsfindung mit dem Ziel voraus, die Berufung zu klären.
Ist tatsächlich ein Ruf von Gott erfolgt? Oder sind es Wünsche nach Geborgenheit, Sicherheit, Heimat, welche den Ausschlag zum Eintritt geben? Spielt Angst vor dem Leben mit?
Die Frage des Eintritts bedarf der sorgfältigen Prüfung der Motive. Es ist von Vorteil, wenn eine Bewerberin für einige Zeit in der Gemeinschaft mitlebt.
Aus wenn dies alles geschieht, kann es vorkommen, dass erst auf dem folgenden Schwesternweg verkehrte Motive aufleuchten, was zu einer tieferen Klärung und einem besseren Verständnis der Berufung führen kann.

Probezeit

Für den Eintritt ist eine Anmeldung mit Lebenslauf und die Zustimmung des Komitees des Diakonissenhauses notwendig.
Mit der Aufnahme in die Schwesterngemeinschaft im Rahmen eines gottesdienstlichen Anlasses beginnt die etwa einjährige Postulatszeit. Das Diakonissenhaus kommt nun für die Bedürfnisse der Postulantin auf.

Die etwa sechsjährige Probezeit ist eine Zeit der Einübung des Lebens als Diakonisse, der Prüfung und Erprobung des eingeschlagenen Weges. Auch die Schwesternschaft ihrerseits lässt sich zeigen, ob eine Probeschwester wirklich zur Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft der Riehener Diakonissen gehören soll.

Die ganze Probezeit ist also gegliedert in ein Postulat von einem Jahr, ein Noviziat I von zwei Jahren und ein Noviziat II von drei Jahren. Ziel ist das konkrete Hineinwachsen in die Lebensform der Diakonisse.

Einsegnung

Bei der Einsegnung sagen wir Ja zu Gottes Weg mit uns und zur verbindlichen Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft der Riehener Diakonissen.
Im Gottesdienst beantworten wir als Gemeinschaft und als Einsegnungsschwestern die an uns gestellten Fragen und werden dann für unseren Lebensweg gesegnet.

 
Sr. Monika Meier bei ihrer Einsegnung im Jahr 2002