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«Meine Berufung leben im Alltag . . .» |
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Interview mit einer Novizin |
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Sr. Dorothee Weissert im Gespräch mit Sr. Karin Müller |
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Sr. Dorothee, sage uns doch zuerst etwas zu Dir. Etwas zu mir? Nun, ich bin schon 28 Jahre alt, bin die jüngste Schwester in unserer Gemeinschaft und in der Augen meiner durchschnittlich 10 Jahre jüngeren Mitschüler "voll mega steinalt" - welch ein Spannungsfeld! Von meiner Herkunftsfamilie bin ich ebenfalls die Jüngste von 3 Geschwistern und bin mit viel Freude Tante von 3 Neffen und 2 Nichten. Vor meinem Eintritt besuchte ich bis zum 10. Schuljahr ein Musikgymnasium, danach folgten verschiedene Praktika im sozialen Bereich und schliesslich die Ausbildung zur Krankenschwester im Diakonissenkrankenhaus in Stuttgart. Als Teenager habe ich meinen Weg der Nachfolge Jesu begonnen und bin bis heute gerne mit ihm unterwegs. Du bist schon 5 Jahre in der Gemeinschaft - was war alles in
diesen Jahren? |
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Was gefällt Dir besonders an Deiner Aufgabe in der Küche? Sehr gerne bin ich am "Band" beim Schöpfen. Die Essenstabletts von Spitalpatienten und Mitschwestern im Feierabendhaus und Pflegeheim fahren an mir vorüber. Ich lese die Namen auf den Essenskarten und kann während des Schöpfens kurz für die jeweilige Person beten oder sie still segnen. Das macht mir Freude. |
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Sr. Dorothee, Du betest wohl gerne? Sicher! Es müssen ja nicht immer viele Worte sein, aber die Liebesbeziehung zu Gott funktioniert ja nur, wenn man in Kontakt bleibt. Ja, Beten ist eigentlich ein Grundbedürfnis! Was bedeutet Dir Lebens- Glaubens- und Dienstgemeinschaft? Leben in einer Schwesterngemeinschaft - ist das Dein Platz? Wie geht es Dir mit den Evangelischen Räten Armut, Ehelosigkeit
und Gehorsam? |
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Was tust Du gerne, wenn Du nicht arbeitest? |
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Was schätzt Du am Leben im Diakonissenhaus? Gemeinsame Gebetszeiten, Tischgemeinschaft, aber auch die Rückzugsmöglichkeit in mein Zimmer. Meine Gaben einsetzen dürfen und mich an den Gaben meiner Mitschwestern freuen - wir ergänzen uns. Meine Berufung leben im Alltag, was heisst das für Dich? Sr. Dorothee, was ist Dir wichtig im Glauben? |
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