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«Meine Berufung leben im Alltag . . .» |
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Berichte eingesegneter Schwestern |
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von Schwester Silvia Pauli Die Berufung ist kein einmaliger Entschluss, den ich bejahe und dann für den Rest meines Lebens «besitze». Die Berufung bleibt lebendig, wenn ich immer wieder ja zu ihr sage. Ich muss sie pflegen und sie lieben, wie alles, was wachsen und gedeihen soll, Pflege und Liebe nötig hat. «Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten
dienen.» |
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Seit dem 16. August 1986 gehöre ich zur Gemeinschaft Diakonissenhaus
Riehen. Warum ich eingetreten bin? Weil ich von Gott eine Berufung in
diese Lebensform erhalten habe. Eine Lebensform, die nicht einfach meinen
Wünschen entsprach, nach diesen wollte ich Ehefrau und Mutter werden.
Das Jahr 2002 forderte mich an diesem Punkt sehr heraus. Ich erlebte eine
grosse Krise und fragte mich, was ich hier tue, denn «eigentlich
wollte ich ja nie ledig bleiben!» Solche Gedanken verstärkten das
Gefühl unfähig zu sein als Diakonisse zu leben, meiner Aufgabe gerecht
zu werden und Gott, der Gemeinschaft und den Menschen zu dienen. Ich
fühlte mich nur noch überfordert. Und überhaupt «ich bin nichts
und kann nichts»! Kennen Sie auch solche Augenblicke? Eigentlich
wissen wir, dass sie nicht wahr sind, sondern nur eine Momentaufnahme -
eine Momentaufnahme, die aber leider über längere Zeit anhalten kann.
Meine Reaktion darauf war: Flucht! Flucht in eine Traumwelt. Was zur Folge
hatte, dass es immer schwieriger wurde, mich in meinem Alltag zu recht zu
finden. Gott schenkt mir hier das Leben in Fülle (Das heisst nicht, dass es auf rosa Wolken schwebt!). Mein Leben ist reich. Berufung will und muss «gelebt» sein. Die Gemeinschaft eröffnet mir die Möglichkeit, dass die Berufung als ein bunter Strauss prächtiger Blumen strahlen darf. Natürlich ist dieser Bericht nun sehr geprägt von meinem persönlichen Erleben im vergangenen Jahr, die Berufung leben im Alltag hat noch viele andere Facetten über die Sie in einem anderen Bericht vielleicht mehr erfahren . . . |
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Schwester Silvia Pauli, geboren 1964, arbeitet als Sekretärin im Sekretariat der Hausleitung und ist berufsbegleitend in der Ausbildung zur "Franklin-Bewegungs-Pädagogin". |
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